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HOCHSPANNUNG BIS ZUM SCHLUSS

HOCHSPANNUNG BIS ZUM SCHLUSS

RealStars unterliegen Troisdorf nach Penalties 3:4 (2:0; 1:2; 0:1; 0:1)

Dieses Derby hielt, was es versprach: Hochspannung bis zur letzten Sekunde, Leidenschaft auf dem Eis und den vollbesetzten Rängen und harte Kämpfe um jeden Puck. Für den perfekten Derby-Abend fehlte nur der glückliche Ausgang.
Dabei hatte alles so gut angefangen: Das erste Drittel dominierten die RealStars – mit hohem Tempo, Härte und klaren Spielzügen. Und wurden schnell dafür belohnt. In der 10. Minute erzielte Marius Hornig das hochverdiente 1:0. Nur exakt 45 Sekunden brauchten die Gastgeber und Saison-Neuzugang Alexander „Kill“ Bill, um die Führung auf 2:0 zu erhöhen. Nach souveränem ersten Drittel ruhte sich Bergisch Gladbach aus. Leider zu lang. Der nachlassende Druck ließ die Dynamites erstarken. Und zum satten Gegenschlag ausholen. In der 34. und 35. Minute glichen sie zum 2:2 aus. Nachdem der harte Brocken verdaut war, legte Bergisch Gladbach wieder Feuer nach. Unter dem Jubel der Fans passte Verteidiger Peter Zirnow in der 39. Spielminute den Puck zu dem an der blauen Linie lauernden Sebastian Schmitz. Der sprintete uneinholbar allein auf Troisdorfs Keeper zu und netzte an ihm vorbei zur erneuten Führung der RealStars ein. Mit 3:2 starteten beide Teams in das letzte Drittel, das bis zur Schlusssirene höchst spannend blieb. Heftige Zweikämpfe und unzählige Torchancen auf beiden Seiten hielten Mannschaften und Zuschauer in Atem. Nur 0:56 Sekunden fehlten zum perfekten Ausklang eines hochspannenden Derby-Abends. Doch das elektrisierende Spiel auf dem Eis verlangte nach noch mehr Dramatik – und bekam sie: Die RealStars brachten den Puck nicht aus ihrem Drittel. Die Wirren vor ESV-Keeper Stefan „Blacky“ Schwarz nutzte Troisdorfs Lucas Hubert zum erneuten Ausgleich aus. 3:3 nach 60 Minuten. Die Entscheidung musste durch Penalty fallen. Doch auch der Shootout führte die Spannung an diesem Abend bis zum Siedepunkt. Zwölf Schützen waren nötig, um das Derby zu entscheiden. „Mensch Marius“, raunten die ESV-Fans, als Troisdorfs Marius Schüller seinen Anlauf entscheidend verwandelte. Der Neuzugang war erst im Januar von Bergisch Gladbach an die Sieg gewechselt.

„Wen dieses Spiel nicht mitgerissen und nah an den Infarkt gebracht hat, hat kein Herz“, fasste ESV-Vorstandsvorsitzender Jörg Scholtz die Partie zusammen. „Das war Eishockey von seiner besten Seite. Eine Liebeserklärung an unseren herrlichen Sport. Selbst der mehr oder weniger selbst aus Hamburg in die Arena zu unserem Sprecher Jens Schiminowski zugeschaltete Udo Lindenberg fand das Spiel einfach nur ‚panikmässig geil‘. Und wozu? Zu Recht!“

Neben der vollbesetzten Eissportarena Bergisch Gladbach und begeisterten Fans blieb das packende Derby auch tabellarisch ein Erfolg für den ESV. Der Punkt gegen den EHC Troisdorf „Dynamite“ e.V. bringt die viertplatzierten RealStars noch näher an die Playoffs heran.

Am kommenden Sonntag (27. Januar) treffen die RealStars auswärts auf den Gsc moers. Erstes Bully in der Eissporthalle Moers ist um 18 Uhr.

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