• Eissportverein Bergisch Gladbach e.V.
  • Saalerstraße 100 - 51429 Bergisch Gladbach

2:6 gegen den Spitzenreiter

2:6 gegen den Spitzenreiter

Unsere RealStars mussten sich nach einem großen, aufopferungsvollen Kampf Essen-West mit 2:6 (1:0,1:4,0:2) geschlagen geben. Es war auch eine Verknüpfung unglücklicher Umstände, die zu dieser Niederlage führten. Aber am Ende muss man doch eingestehen, dass die >Eagles< aus Essen-West die Mannschaft mit den größeren Spielanteilen und Torchancen war! Aber einer stand der Eagles-Führung mehrfach im Weg: Mateusz Majewski, der Hexer zwischen den Pfosten.

Das Spiel begann mit einem Sturmlauf der Essener, aber immer wieder unterbrochen von Kontern unserer Eis-Cracks. Majewski gab seinen Vorderleuten viel Sicherheit und entschärfte alle der abgefeuerten Pucks, weil seine Defensive den ‚Adlern‘ ein Durchkommen sehr schwer machte und unseren RealStars Gelegenheiten zu Kontern eröffneten – Lasse Bach, Marvin Ratmann, Meik Kindler, Timon Busse – alle waren in aussichtsreicher Position, doch alle schienen vor Ehrfurcht zu erstarren. In der 10. Minute lief wieder ein schön vorgetragener Konter über David Val und Sebastian Schmitz, die den Puck zu ihrem 18-jährigen Sturmkollegen Erik Thiel passten, und dieser versenkte unbekümmert die Scheibe im gegnerischen Netz zur 1:0 Führung. Der Jubel war groß, Essen-West schien ob dieses Rückstands ein wenig geschockt, doch setzte ihre Attacken Richtung Majewski fort – doch dieser ließ nichts anbrennen – Pausentee!

Die zweiten 20 Minuten waren gerade angepfiffen, als der Jubel wieder aufbrandete: es stand 2:0! 19:43 stand auf der Stadionuhr und der Puck zappelte im Eagles Tor. Lasse Bach und Florian Frisch hatten die vom Bully zurückgespielte Scheibe bekommen, auf den startenden M. Ratmann gepasst, der dann noch zwei, drei Schlittschuhschritte machte, und das schwarze Ding von halblinks kommend eiskalt in die kurze Ecke wuchtete. 17 Sekunden waren gespielt – 2:0 – ein psychologisch guter Zeitpunkt. Aber es kam anders – nur Sekunden später stürmte ein hochmotivierter Jan Wellen hinter einem Essener Verteidiger her, kam aus dem Gleichgewicht, stürzte so unglücklich, dass der vorausfahrende Verteidiger Kopf voran in die Bande fiel! Die daraus resultierende 5-Minutenstrafe brachte Essen-West wieder ins Spiel. Gerade war die Hälfte der Strafe abgelaufen, als die ‚Eagle’s ihre nummerische Überlegenheit ausnutzten – Puck von rechts nach links, vor das Tor, rechts, links, Schuss – Tor – 2:1! Nachdem die Unterzahl vorbei war, mussten sich unsere RealStars erst wieder sortieren, kassierten aber noch drei weitere Gegentreffer. Aus der 1:0, 2:0 (20:17) Führung war binnen 14:26 Minuten ein 2:4 geworden. Das 2:4 war für die Psyche Gift, da es nach einem schweren individuellen Fehler und noch dazu während eines RealStars-Powerplays fiel.

Die Drittelpause nutzte Daniel Pering (Trainer) dann, um sein Team noch einmal auf die letzten 20 Minuten einzustellen – es boten sich wieder vereinzelte Torchancen, doch Essen-West ließ nichts mehr anbrennen, erhöhten sogar noch ihren Torvorsprung auf 6:2 – den Schlusspunkt setzten die Eagles wieder nach einem schweren individuellen Fehler, auch wieder in Unterzahl. Wer weiß, wie das Spiel ohne all die individuellen Aussetzer und ohne die 5-Minuten-Strafe gelaufen wäre?

Ein sichtlich genervter Coach Daniel Pering: „Das erste Drittel war genau das, was wir die ganze Woche über trainiert haben! Die Jungs haben das praktisch 1:1 umgesetzt. Die 5-Minutenstrafe war der Bruch in unserem Spiel – unsere Leistungsträger haben da nicht ihr bestes Spiel gezeigt! Wir haben zwei Drittel schlecht gespielt und trotzdem ‚nur‘ 2:6 verloren – das zeigt eigentlich, was für ein Potential wir in der Mannschaft haben. Wenn meine Jungs mal, wie gegen Ratingen (6:2 – 2:1,0:0,4:1) mal drei Drittel konzentriert agieren, können wir auch die Großen ärgern. Mateusz (Majewski) im Tor hat natürlich wieder super gehalten, ohne ihn hätte das Ergebnis deutlich höher ausfallen können! Aber wir hatten auch in allen Dritteln Chancen uns auf das Scoreboard zu bringen. Alles in allem war es von uns kein gutes Spiel, ich war überhaupt nicht zufrieden! Sonntag in Bergkamen wird es auch nicht einfach!

Das nächste Heimspiel findet am Freitag, den 6. Februar in der Arena an der Saaler Mühle statt. Gegner ist um 20:15 Uhr der ‚Grefrath Phoenix‘!

Fotos: Yvonne RealStars

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Werner Höderath administrator