• Eissportverein Bergisch Gladbach e.V.
  • Saalerstraße 100 - 51429 Bergisch Gladbach

REALSTARS QUALIFIZIEREN SICH FÜR AUFSTIEGSRUNDE

REALSTARS QUALIFIZIEREN SICH FÜR AUFSTIEGSRUNDE

ESV schießt sich mit 8:5-Erfolg beim Tabellenführer auf Platz 4

Spannender hätte der Kampf um den letzten Platz für die Aufstiegsrunde nicht sein können. Aber er hätte auch kein schöneres Ende nehmen können. Mit dem 8:5-Auswärtssieg (1:1; 5:2; 2:2) im Nachholspiel am Abend beim Tabellenführer Wiehl Penguins ziehen die RealStars an ihrem Erzrivalen EHC Troisdorf „Dynamite“ e.V. wieder vorbei auf Platz 4 – und qualifizieren sich für die Endrunde um den Aufstieg in die Eishockey-Regionalliga.

Dabei machte die Ausgangslage vor dem Spiel eher wenig Hoffnung. Nach der bitteren 3:9-Klatsche gestern Abend im direkten Duell gegen den dadurch bereits auf Platz 3 qualifizierten Tabellen-Konkurrenten Grefrath Phoenix und dem überraschenden 6:2 des EHC Troisdorf gegen den Tabellenzweiten Eisadler Dortmund, mussten die Bergisch Gladbacher Kufencracks in ihrem Nachholspiel nur 19 Stunden später unbedingt gewinnen. Ausgerechnet beim Tabellenführer. Wiehl hatte bis zum Abend noch kein Spiel der Hauptrunde verloren.

Aber der ESV zog seine Wunderwaffe: Denn mit Chef-Trainer Andreas Lupzig steht ein Coach hinter der Gladbacher Bande, der als ehemaliger Nationalspieler und mit rund 1.000 Bundesliga- bzw. DEL-Spielen die Erfahrungen der höchsten Eishockeyliga, von Weltmeisterschaften und olympischen Spiele in sich vereinigt. Lupzig bereitete seine Spieler brillant auf das Entscheidungsspiel vor. Und sie setzten um, was sie gehört hatten. Während es für Wiehl nur noch um die Ehre ging, ging es für Lupzig und seine Jungs um alles. Und sie holten alles: alles aus sich heraus; alles, was die Liga bieten konnte: die Aufstiegsrunde.

Hoffnung auf den Überraschungscoup kam auf, als Sebatian Schmitz nach gut achteinhalb Minuten das 1:0 für die RealStars erzielte. Aber der Ligaprimus stellte sich entgegen. Nicht nur, dass die Pinguine in der 16. Minute ausglichen; sie kehrten nach der Drittelpause stark aufs Eis zurück und gingen mit zwei Treffern bis zur 28. Minute sogar mit 3:1 in Führung. Doch Resignieren ist kein Wort aus dem Wortschatz der RealStars. Losfeuern schon. Und „losfeuern!“ rief ihnen Lupzig nach dem Rückstand von der Bande aufs Eis zu. Und die Spieler folgten ihm. Innerhalb von nur zehn Minuten ab der 30. Minute glich der ESV das Spiel nicht nur aus, sondern baute die erkämpfte Führung bis zum Schlussdrittel sogar auf 6:3 aus. „Pitsch, patsch, Pinguin – patsch PENG!“, wurde zum Wiehler Motto, als Berk Karota, ESV-Kapitän Pawel Kuszka, Sebastian Schmitz und Peter Zirnow (zwei Treffer) kurz nacheinander fünf Scheiben im Tor der Gastgeber versenkten. Fassungsloses Schweigen durchzog die Eishalle Wiehl , zu der auch eine stattliche Troisdorfer Abordnung erwartungsschwanger gereist war. Das Schlussdrittel hielt für alle Zuschauer höchste Spannung bereit. Wiehl kehrte schwungvoll ins Schlussdrittel zurück. Mit zwei Treffern in der 44. und der 48. Minute schlossen die Pinguine bis auf 5:6 an die RealStars heran. Diese wollten sich ihren Erfolg am Ende dieser ereignisreichen Saison aber nicht mehr nehmen lassen. Lupzig nahm in der 50. Minute eine Auszeit. Und seine Worte wirkten einmal mehr. Nicht einmal 30 Sekunden später erzielte René Schulze das 7:5. Und nach einer weiteren Minute besorgte ESV-Kapitän Kuszka höchstpersönlich mit dem 8:5 den letzten Treffer in der Hauptrunde und den Endstand des Spiels. Grenzenloser Jubel übertönte die Schlusssirene. Die RealStars sind weiter!

ESV-Sportkoordinator Schüller Peter: „Meine Hände zittern jetzt noch vor Spannung und Begeisterung. Andy Lupzig und sein Team haben in dieser Saison wirklich Großartiges geleistet. Wir sind verdient weiter und haben gezeigt, dass wir auch den Tabellenführer schlagen können. Da kommt noch mehr. Ich bin sehr stolz.“ RealStars-Sprecher Jens Schiminowski: „Mehr Spannung geht nicht. Das Team hat bis zur letzten Sekunde des letzten Spiels gekämpft und ist an seinen Aufgaben gewachsen. Ganz Bergisch Gladbach drückt uns jetzt die Daumen. Diese Jungs machen Eishockey zum Erlebnis.“ Vorstandschef Jörg Scholtz: „Glückwunsch ans Team. Danke an alle Fans, die uns in die Aufstiegsrunde getragen haben. Wir werden alles für den weiteren Erfolg geben.“ Ein Bon Mot der besondereren Art hielt ESV-Finanzchefin Ilona Grenzemann-Hambüchen nach dem herausragenenden Hauptrundenerfolg der „Sterne“ und dem überraschenden Aus des Ligakonkurrenten von der Sieg bereit. Sie kommentierte den Blick auf die Tabelle mit den Worten: „Ich möchte unserem Erzrivalen aus Troisdorf heute doch gerne einmal sagen, dass es mir schon ein bisserl leid tut, dass wir heute auf diesen letzten Metern haarscharf noch an ihm vorbei gezogen sind. Aber ich kann es nicht… (lacht) Ach was. Abseits aller Frotzeleien zwischen so engen Nachbarn war es wirklich eine wundervolle Saison mit vielen engen und spannenden Spielen, sehr vielen Zuschauern und bester Stimmung. Dafür vielen herzlichen Dank. Und jetzt: Paaaarrrrrrrtttttyyyyyyy“

In der Aufstiegsrunde kämpfen die RealStars mit Wiehl, Dortmund und Grefrath um den Einzug in die Regionaliga. Die Regionalligisten EC Lauterbach und Frankfurter Löwen wollen die Klasse halten. Die Spiele werden zeitnah terminiert. Die Spieltage geben wir kurzfristig bekannt.

Über den Autor

Eismeister administrator